Wie kam es dazu?
Ziel des Projekts ist es, Architektur qualifiziert, attraktiv und niederschwellig darzustellen. Grundlage bildete eine Bestandsanalyse: Architekturführer sind teuer, im Buchhandel wenig präsent und nach wenigen Jahren überholt. Druckwerke bieten keine zeitgemässe Recherchemöglichkeiten. Es gab bis 2019 keine Onlinelexikon für Schweizer Architektur und damit kein Format, das auch jüngere Zielgruppen erreicht.
Das Nachschlagewerk schliesst eine wichtige InformationslĂĽcke, erreicht eine breite Ă–ffentlichkeit.
Sinn und Nutzen
Das gibt es jetzt: Jedes Jahr entstehen gut 130 neue Baudokumentationen, erarbeitet durch Studierende der Institute für Architektur und Innenarchitektur der Hochschule Luzern, «druckfein» gemacht durch eine wissenschaftliche Redaktion. Die Bauauswahl erfolgt durch die Redaktion in Zusammenarbeit mit lokalen Gewährsleuten: etwa ein Bauwerk auf 2'500 Bewohner, Stadt und Land. Das Zeitfenster «1920 bis heute» bildet die Moderne und ihre Nachfolger ab, darunter viele Bauten, die der Denkmalschutz noch nicht auf dem Radar hat. Wir bieten neben den Eckdaten, einer Georeferenzierung und einem Baubeschrieb mit Literaturverzeichnis pro Baudokumentation auch fünf bis zehn Fotografien zum Download an. Die Aufnahmen zeigen den Alltag der Gebäude, Schau- wie Rückseiten – nicht die für Hochglanzmagazine vor dem Bezug inszenierten Settings.
Sie ist zugleich ein Architektenlexikon und ein frei zugängliches, qualifiziertes Bildarchiv zur zeitgenössischen Architekturfotografie.
Parallel dazu entsteht ein Büro- und ein Architektenlexikon. Auf den ersten Blick mag diese Trennung sperrig anmuten, aber sie trifft die Realität: Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert arbeiten Architektinnen und Architekten vermehrt in wechselnden Teams. Die jeweilige Bürobezeichnung und Teamkonstellation den entsprechenden Bauten zuzuordnen ist ein relevanter, neuer Beitrag. Das Architektenlexikon wird sukzessive um CVs ergänzt.
Ziele erreicht
Alles was wir erhofft haben, ist eingetreten: Wir haben die Plattform technisch zum Fliegen gebracht, können das erforderliche Niveau liefern und kommen gut voran: Inzwischen sind knapp 350 Bauten online und: 75% unserer Leserinnen und Leser sind unter 45 Jahren.
Da kann man neue Ziele formulieren: 2020 werden wir mit dem Hochschulverbund «Materialbibliothek» kooperieren: Ausgewählte Beiträge werden um Materialbeschriebe ergänzt werden, darunter auch Holzbauprojekte an denen die Pirmin Jung Schweiz AG beteiligt war.


















