Mit dem renommierten Preis zeichnen die DBZ Deutsche Bauzeitschrift, der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB) Fachplanerteams aus, die mit beispielhaften integralen Planungsleistungen herausragende und innovative Projekte der Zukunft schaffen.
Jury würdigt integrative Leistung und soziale Nachhaltigkeit
Insbesondere würdigte die Jury das kommunikative Miteinander des studentischen Wohnens und die gesamtheitliche Herangehensweise in Planung und Umsetzung des gesamten Projekts.
«Allgegenwärtig stehen Ressourcenverknappung, der Anstieg der CO2-Emissionen und das steigende Müll- und Abfallvorkommen im Fokus der Debatte um eine Neuausrichtung des gesamten Bauwesens», so Jutta Albus, Vorsitzende der Jury des Balthasar-Neumann-Preises. «Eine nachhaltige Planungs- und Baukultur, die durch integrale Zusammenarbeit das gebaute Ergebnis auf vielfältige Art und Weise optimiert und damit auf allen Handlungsebenen zu hoher Qualität führt, sollte von allen Planenden und Bauenden angestrebt werden.» Für ein «sofortiges Umdenken und alternative Herangehensweisen» sei es notwendig, konventionelle Wege zu verlassen. Sie ruft ausdrücklich dazu auf, Beispielen wie dem CampusRO zu folgen.
Nach Ansicht der Jury ist die soziale Nachhaltigkeit des CampusRO besonders preiswürdig.
Die Komplexität beim Planen und Bauen ist enorm gestiegen.
Das bestätigt auch Architekt Prof. Christian Schlüter von ACMS Architekten während der Preisverleihung. Umso wichtiger sei die frühzeitige, vertrauensvolle und interdisziplinäre Zusammenarbeit, wie sie im CampusRO beispielhaft praktiziert wurde: «Bauen ist wahnsinnig kompliziert geworden, wenn man das nicht wirklich integral und gemeinsam macht, kann man diese Qualität nicht erreichen», führt Schlüter aus.
Unsere Leidenschaft für den Holzbau
Tobias Götz, Geschäftsführer der PIRMIN JUNG Deutschland GmbH freut sich gemeinsam mit allen Beteiligten in München über diese Auszeichnung. «Mit Leidenschaft entwickeln und fördern wir das Bauen mit Holz seit über 25 Jahren - aus Überzeugung. Wir tragen eine besondere Verantwortung für kommende Generationen. Engagement für den Klimaschutz, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und die Verwendung nachhaltiger Baustoffe sind für uns selbstverständlich. Mit dem Campus Rosenheim haben wir gezeigt, wie wichtig und wertvoll eine partnerschaftliche Kooperation ist und welche besondere Bedeutung der Werkstoff Holz für die Zukunft des Bauens haben kann.»
Für das Projekt, das architektonisch, ingenieurstechnisch und ökologisch auf dem neuesten Stand ist, wurden insgesamt 1.800 Kubikmeter Holz verbaut, das aus der Region aus zertifiziert nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt.
Weitere Infos zum Projekt finden Sie auf campus-ro.de.
Unser Interview mit Prof. Christian Schlüter können Sie hier nachlesen.







