Das pyramidenähnliche Dach des Neubaus fällt schon von weitem auf und soll unter anderem die Bergsilhouette im Hintergrund widerspiegeln. Die Konstruktion des Bürogebäudes bildet eine Skelettstruktur mit Leichtbauwänden, die auch langfristige Ansprüche an die Beweglichkeit der Betriebsabläufe aufnehmen kann. Die holzverkleidete Fassade folgt der Typologie der umgebenen Bauten. Der auf allen Seiten bis zu vier Meter auskragende Holzbau verbindet Bürotrakt und die bestehende Manufaktur durch eine Brückenkonstruktion mit einer Spannweite von über 12 Metern.
Konstruktion und Herausforderungen
Die Dachkonstruktion zeigt die Kompetenz lokaler Zimmermannskunst. Bei diesem komplexen, sichtbaren Dachtragwerk sind keine Verbindungsmittel erkennbar. Die vertikale Lastabgabe auf das bestehende Gebäude war nur an definierten Punkten möglich. Begünstigt hat dies ein Trägerrost aus Stahlprofilen, welcher die Last an die entsprechenden Punkte führt. Die horizontale Lastabtragung konnte nicht auf die bestehende Konstruktion ausgeführt werden. Der Anbau über dem bestehenden Gebäude wurde am Neubau mit einem liegenden Fachwerk in Bodenebene «eingespannt».
Es war eine Herausforderung, die raumhohen Fachwerke im Bereich der Überfahrt in Wänden so zu unterbringen, dass sie nicht sichtbar sind und trotzdem diverse Möglichkeiten für Türen, Fenster etc. bieten. Zudem gab es einen grossen Haustechnikanteil, welcher in die Konstruktion eingepflegt werden musste.
83% Schweizer Holz – Auszeichnung verdient
Der neue Firmensitz der Max Felchlin AG in Ibach SZ setzt nicht nur auf Holz, sondern auch auf Schweizer Holz. Für dieses Engagement wurde die Max Felchlin AG am 24. Mai 2019 von der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz mit dem "Herkunftszeichen Schweizer Holz" ausgezeichnet. Am Anlass nahmen rund 70 Personen teil. Die Lignum Holzwirtschaft Schweiz verleiht diese Auszeichnung an Objekte, welche nachweislich zu mindestens 80% aus Schweizer Holz gebaut wurden. Beim neuen Firmensitz wurden insgesamt 1'296,5 m³ Massivholz, Leimholz und Holzwerkstoffe verbaut, wobei 83,4% des verbauten Holzes aus dem Schweizer Wald stammen. Das verbaute Holz wächst in ziemlich genau einer Stunde wieder und speichert so viel CO2, wie die 150 Mitarbeitenden der Max Felchlin AG in 16 Monaten produzieren.
CEO Christian Aschwanden betonte, dass das Unternehmen Max Felchlin AG grossen Wert auf Nachhaltigkeit lege und mit RĂĽcksicht auf Menschen und Umwelt arbeite.
"Leidenschaft, Beweglichkeit und Beständigkeit sind Werte, die bei uns an oberster Stelle stehen", meint Aschwanden. So passe die Wahl von Schweizer Holz perfekt zur Firmenphilosophie.
Diese Werte passen nicht nur zur Schokolade, sondern auch zum Holz und Holzbau, sodass Holz und Schokolade am neuen Firmensitz der Max Felchlin AG in Ibach ein perfektes und harmonisches Duo abgeben.
Quellen
Spannende Facts & Figures
Bauzeit: Start AusfĂĽhrungsarbeiten April 2017, Ăśbergabe Februar 2019
Bauherr: Max Felchlin AG, Ibach
Architekt: Meili, Peter & Partner Architekten AG, ZĂĽrich
Tragwerksplanung Holzbau, Brandschutz und Bauphysik: PIRMIN JUNG Schweiz AG
Holzbau: Hecht Holzbau AG, Bisang Holzbau AG, neue Holzbau AG
Baukosten BKP 1-9: CHF 24 Mio
Gebäudevolumen SIA 416: 22'467 m3
Nettogeschossfläche SIA 416: 4'466 m2
Verwendetes Holz: 1296 m3, 83% davon in CH-Herkunft









































