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Holz und Schokolade – eine perfekte Symbiose

Jasmin Christen, Mai 2019

Der Schwyzer Schokoladehersteller, Max Felchlin AG, bezog im Februar 2019 sein neues Kunden- und Schulungszentrum. Mit dem Neubau des Firmensitzes wollte die Max Felchlin AG die drei Standorte auf dem Industrieareal in Ibach zusammenlegen. Die ersten vier Geschosse sind als Hybridbau, das fünfte Obergeschoss als Holzbau realisiert. Zu unserem Auftrag gehörte der Hybridbau bis ins zweitoberste Geschoss, der Boden des obersten Geschosses in Holz-Beton-Verbund und das Dachtragwerk in Holz. Wir übernahmen zusätzlich die Brandschutzplanung und die Bauphysik. Die Max Felchlin AG wurde am 24. Mai 2019 von der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz mit dem "Herkunftszeichen Schweizer Holz" ausgezeichnet.

Das pyramidenähnliche Dach des Neubaus fällt schon von weitem auf und soll unter anderem die Bergsilhouette im Hintergrund widerspiegeln. Die Konstruktion des Bürogebäudes bildet eine Skelettstruktur mit Leichtbauwänden, die auch langfristige Ansprüche an die Beweglichkeit der Betriebsabläufe aufnehmen kann. Die holzverkleidete Fassade folgt der Typologie der umgebenen Bauten. Der auf allen Seiten bis zu vier Meter auskragende Holzbau verbindet Bürotrakt und die bestehende Manufaktur durch eine Brückenkonstruktion mit einer Spannweite von über 12 Metern.

  • Bild(er): Karin Gauch, Fabien Schwartz
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    Bild(er): Karin Gauch, Fabien Schwartz

Konstruktion und Herausforderungen

Die Dachkonstruktion zeigt die Kompetenz lokaler Zimmermannskunst. Bei diesem komplexen, sichtbaren Dachtragwerk sind keine Verbindungsmittel erkennbar. Die vertikale Lastabgabe auf das bestehende Gebäude war nur an definierten Punkten möglich. Begünstigt hat dies ein Trägerrost aus Stahlprofilen, welcher die Last an die entsprechenden Punkte führt. Die horizontale Lastabtragung konnte nicht auf die bestehende Konstruktion ausgeführt werden. Der Anbau über dem bestehenden Gebäude wurde am Neubau mit einem liegenden Fachwerk in Bodenebene «eingespannt».

Es war eine Herausforderung, die raumhohen Fachwerke im Bereich der Überfahrt in Wänden so zu unterbringen, dass sie nicht sichtbar sind und trotzdem diverse Möglichkeiten für Türen, Fenster etc. bieten. Zudem gab es einen grossen Haustechnikanteil, welcher in die Konstruktion eingepflegt werden musste.

83% Schweizer Holz – Auszeichnung verdient

Der neue Firmensitz der Max Felchlin AG in Ibach SZ setzt nicht nur auf Holz, sondern auch auf Schweizer Holz. Für dieses Engagement wurde die Max Felchlin AG am 24. Mai 2019 von der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz mit dem "Herkunftszeichen Schweizer Holz" ausgezeichnet. Am Anlass nahmen rund 70 Personen teil. Die Lignum Holzwirtschaft Schweiz verleiht diese Auszeichnung an Objekte, welche nachweislich zu mindestens 80% aus Schweizer Holz gebaut wurden. Beim neuen Firmensitz wurden insgesamt 1'296,5 m³ Massivholz, Leimholz und Holzwerkstoffe verbaut, wobei 83,4% des verbauten Holzes aus dem Schweizer Wald stammen. Das verbaute Holz wächst in ziemlich genau einer Stunde wieder und speichert so viel CO2, wie die 150 Mitarbeitenden der Max Felchlin AG in 16 Monaten produzieren.

CEO Christian Aschwanden betonte, dass das Unternehmen Max Felchlin AG grossen Wert auf Nachhaltigkeit lege und mit Rücksicht auf Menschen und Umwelt arbeite.

"Leidenschaft, Beweglichkeit und Beständigkeit sind Werte, die bei uns an oberster Stelle stehen", meint Aschwanden. So passe die Wahl von Schweizer Holz perfekt zur Firmenphilosophie.

Diese Werte passen nicht nur zur Schokolade, sondern auch zum Holz und Holzbau, sodass Holz und Schokolade am neuen Firmensitz der Max Felchlin AG in Ibach ein perfektes und harmonisches Duo abgeben.

  • Impressionen der Firmenbesichtigung
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Spannende Facts & Figures

Bauzeit: Start Ausführungsarbeiten April 2017, Übergabe Februar 2019

Bauherr: Max Felchlin AG, Ibach

Architekt: Meili, Peter & Partner Architekten AG, Zürich

Tragwerksplanung Holzbau, Brandschutz und Bauphysik: PIRMIN JUNG Schweiz AG

Holzbau: Hecht Holzbau AG, Bisang Holzbau AG, neue Holzbau AG

Baukosten BKP 1-9: CHF 24 Mio

Gebäudevolumen SIA 416: 22'467 m3

Nettogeschossfläche SIA 416: 4'466 m2

Verwendetes Holz: 1296 m3, 83% davon in CH-Herkunft

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