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Sommerlicher Wärmeschutz simuliert – ein Einblick

im August 2022

Der sommerliche Wärmeschutz soll ein behagliches Raumklima generieren. Simulationen unterstützen den Prozess und die Erreichbarkeit der Ziele ganz massgeblich. Gerne gibt Peter Steiner, Projektleiter Bauhpysik, unten Einblick in die Simulationen des sommerlichen Wärmeschutzes am Beispiel unseres Vorzeige- und Entwicklungsprojekt Haus des Holzes.

Das nachfolgende Video stellt den Tagesverlauf (Sonnenauf- bis -untergang), in der die operativen (gefühlten) Temperaturen in den Räumen während des kritischsten Sommertages (wärmste Temperatur im Raum) farblich dar.

Wärmster Tag 11 08 Xray mit Schatten

Die Aufzeichnung entstammt einer dynamischen Simulation des sommerlichen Wärmeschutzes. Bei der Simulation werden von Räumen die Eigenschaften erfasst (Raumabmessungen, Materialisierung, Fenstergrösse- und Kennwerte, Verschattung durch Umgebung, Nutzung) und mit den erwarteten thermischen Einflüssen (Standortklima, Haustechnik, Personen, Beleuchtung, Geräte) jeder Tag von Frühling bis Herbst simuliert und verschiedene Messgrössen ausgewertet.

«Mit dieser dynamischen Simulation können Aussagen über den thermischen Komfort in Räumen gemacht werden. Zum Beispiel ist der Raum angenehm oder ist er warm/überhitzt.»

  • Peter Steiner | Projektleiter Bauphysik am Standort Thun
    Peter Steiner | Projektleiter Bauphysik am Standort Thun

Was bedeutet das nun für das Projekt Haus des Holzes?

Mit der Simulation prüfte unser Projektleiter Bauphysik Peter Steiner, ob das Zusammenspiel von Architektur (Fenstergrössen, aussenliegender Sonnenschutz und bauliche Verschattungen), Haustechnik (Lüftung und passive Kühlung) und Bauphysik (Tageslichtnachweis, winterlicher Wärmeschutz, technische Werte Fenster) für ein angenehmes Raumklima im Sommer sorgen. Zudem diente diese Simulation für ein Variantenstudium mit verschiedenen Fensterverglasungen (technische Werte) und aussenliegenden Sonnenschutzlösungen. Ebenfalls werden mit der Simulation neben dem Nachweis der normativen Anforderungen auch die Anforderungen gemäss SNBS nachgewiesen.

Was ist speziell?

Durch die Erdwärmesonden ist eine passive Kühlung der Räume möglich (Geocooling). Bei der Simulation wurden neben dem heutigen Klima auch das zukünftige Klima berücksichtigt, gerade im Aspekt der Klimaerwärmung bzw. den höheren erwarteten Temperaturen.