Um unsere unterschiedlichen Dienstleistungen zu erbringen setzen wir in den Fachbereichen jeweils spezialisierte Softwarelösungen ein. Da jedoch die Schnittstellen zwischen den Programmen nicht immer optimal auf unsere Arbeitsprozesse ausgelegt sind, entwickeln wir bei Bedarf selbst individuelle Skripte und parametrische Lösungen, um die manuelle Übertragung von fachübergreifenden Informationen zu reduzieren.
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Dank dieser innovativen Werkzeuge lösen wir komplexe Aufgabenstellungen präzise und wirtschaftlich. Diesen Qualitätsvorsprung setzen wir ein, um die ganzheitliche Betreuung des Projekts zu verstärken und die zugehörige Ausführungssicherheit zu gewährleisten.
Parametrisches Design in unserer Projektbearbeitung
Beim parametrischen Design werden Gestaltungsentscheidungen nicht statisch, sondern durch variable Parameter gesteuert. So kann ein Dachwinkel, eine Wanddicke oder eine Balkenabmessung als „Variable“ definiert und anschliessend mit einem Schieberegler geändert werden, ohne den gesamten Entwurf neu zu erstellen. Dank dieser Methode können wir projektspezifische Parameter berücksichtigen, ohne jedes Mal von Grund auf neu beginnen zu müssen. Die einmal erstellten Skripte – eine automatisierte Befehlsfolge – verwenden wir als Vorlagen für verschiedene Projekte wieder.
Die Entwicklung und Anwendung eigener Skripte setzen fundiertes Fachwissen voraus. Deshalb schaffen wir gezielt Freiräume für interessierte Mitarbeitende, um sich im Bereich parametrisches Arbeiten und digitale Methoden weiterzubilden.
Einige unserer Mitarbeitenden haben die Weiterbildung zum Building System Specialist an der Parametric Academy Zurich (PAZ) absolviert oder sich im objektorientierten Programmieren weitergebildet. Mit diesem Wissen sind in den letzten Jahren einige parametrische Lösungen und interne Tools entstanden – unter anderem zur automatischen Optimierung von individuellen Hallentragwerken oder zur automatisierten Messung der Verschattungswinkel von Fenstern zur Erbringung des Wärmeschutznachweises.
Mit parametrischem Design zu interdisziplinären Lösungen in der Baubranche
Beim jährlich stattfindenden AEC-Hackathon in Zürich werden digitale Probleme in der Baubranche mit Programmen bzw. Programmprototypen gelöst. An zwei Tagen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, verschiedene Problemstellungen zu analysieren und Lösungen in Form von Programmen zu schreiben.
In einem interdisziplinären Team mit Know-How aus den Bereichen Holzbauengineering, Architektur, ComputationalDesign und DigitalPlanning entwickelten wir im Rahmen des Events einen Lösungsansatz, um Kommentare aus zweidimensionalen PDF-Zeichnungen in das ursprüngliche 3D-Modell zurückführen – verknüpft mit dem entsprechenden 3D-Element und ohne zusätzlichen Aufwand.
Programmiert wurde das Tool zur Nutzung in der Software Rhino. Es wäre aber auch möglich, mit dem gleichen Ansatz die Kommentare in ein BCF-File zu schreiben und dieses in allen möglichen Programmen mit BCF-Schnittstelle zu nutzen.
Mit ihrer Lösung «Bridge-IT» konnte unser Team bei der Veranstaltung 2025 eine von fünf Auszeichnungen – BEST SOLVES A BIG PROBLEM PROJECT – gewinnen. Nutzungsanleitung und weitere Infos zu «Bridge-IT» finden sich hier.
Erfahrungen und Denkansätze erweitern den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und eröffnen neue Lösungswege. Für uns ist der Austausch mit anderen Personen aus der Branche aber auch aus der Softwareindustrie sehr spannend und lehrreich – umso mehr schätzen wir die Gelegenheit solcher Veranstaltungen zur Erweiterung unseres Wissens und Netzwerks.
