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Trillion Tree Campaign – von der Utopie zum Mainstream

Marianne Jung, im Februar 2020

Neun Jahre nach seiner UN-Rede erlebt Felix Finkbeiner den Durchbruch seiner Trillion Tree Campaign als Modell für die weltweite Wiederaufforstung: Planet Erde wird zum Business-Stakeholder und eine von der Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet entwickelte App wird zum Showcase, um die Grossen der Welt zum Handeln im Kampf gegen die Klimakrise zu bewegen. Auch PIRMIN JUNG handelt. Wir engagieren uns für die Initiative Plant-for-the-Planet und pflanzen Bäume für eine bessere Welt.

Als der Salesforce-Chef Marc Benioff beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos am 21. Januar 2020 die Elite der Wirtschaftslenker dazu aufrief, weltweit one trillion trees, 1'000 Milliarden Bäume, zu pflanzen, um etwas gegen die Klimakrise zu tun, konnte er auf solide Fakten bauen.

Denn fast genau vor neun Jahren, am 2. Februar 2011, hatte schon einmal jemand diesen Aufruf gestartet: Ein SchĂĽler, Felix Finkbeiner, damals 13 Jahre alt und GrĂĽnder der Stiftung Plant-for-the-Planet, forderte die Regierungen in einer flammenden UN-Rede dazu auf, genau dies zu tun.

  • Felix Finkbeiner, GrĂĽnder der Stiftung Plant-for-the-Planet
    Felix Finkbeiner, GrĂĽnder der Stiftung Plant-for-the-Planet
  • Felix Finkbeiner, damals vor 9 Jahren bei seiner UN-Rede
    Felix Finkbeiner, damals vor 9 Jahren bei seiner UN-Rede

Wie alles begann

Angefangen hatte alles im Jahr 2007 mit einem Schulreferat über die Klimakrise. Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, forderte der Viertklässler seine Mitschüler auf ihrem Vorbild zu folgen und einen ersten Baum zu pflanzen.

Felix' Idee: Wenn Kinder in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen, könnten diese die Klimakrise abbremsen, indem sie das schädliche Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre binden.

Die Geburtsstunde der Trillion Tree Campaign

Was er nicht ahnen konnte: Seine Initiative löste eine Kettenreaktion aus, die bis heute anhält. Es war der Anfang der Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet. Schon ein Jahr später war Felix UNEP Junior Board Member und sprach auf wichtigen Umwelt- und Klimaveranstaltungen, wie beispielsweise vor dem europäischen Parlament, bevor er 2011, mit 13 Jahren, im UN-Waldjahr, seine inzwischen historische Rede im Hauptquartier der Vereinten Nationen hielt, in der er die Regierungen der Welt zum Handeln aufforderte.

Die Idee wandert um die Welt

Immer mehr Kinder folgten seinem Beispiel und empowerten sich unter dem Dach von Plant-for-the-Planet gegenseitig, die Idee weiterzutragen: Als Botschafter fĂĽr Klimagerechtigkeit. Bis heute sind es ĂĽber 88'000 Kinder und Jugendliche, die die Idee rund um den Globus verbreiten.

  • Johanna und Andreas engagieren sich fĂĽr die Plant-for-the-Planet Stiftung Schweiz.
    Johanna und Andreas engagieren sich fĂĽr die Plant-for-the-Planet Stiftung Schweiz.
  • Johanna und Andreas engagieren sich fĂĽr die Plant-for-the-Planet Stiftung Schweiz.
    Johanna und Andreas engagieren sich fĂĽr die Plant-for-the-Planet Stiftung Schweiz.
  • Kinder und Jugendliche aus der Schweiz und Deutschland engagieren sich fĂĽr Plant-for-thep-Planet.
    Kinder und Jugendliche aus der Schweiz und Deutschland engagieren sich fĂĽr Plant-for-thep-Planet.
  • Kinder und Jugendliche aus der Schweiz und Deutschland engagieren sich fĂĽr Plant-for-thep-Planet.
    Kinder und Jugendliche aus der Schweiz und Deutschland engagieren sich fĂĽr Plant-for-thep-Planet.

Mit dem Anspruch an das eigene Tun wuchs auch die Frage nach dem Machbaren. Die inzwischen jugendlichen Klimakämpfer wollten Fakten schaffen und baten die Wissenschaft um Unterstützung. Für ihre erste Frage – wie viele Bäume gibt es überhaupt auf der Welt – konnten die Kinder einen Wissenschaftler gewinnen: Thomas Crowther. Mit einem Team der Universität Yale fand er 2015 heraus, dass 3.04 Billionen Bäume wachsen. Schon damals schätzten die Wissenschaftler, dass one trillion trees, wie von Felix gefordert, Platz haben müssten. 2019 schliesslich ermittelte das ein Team rund um Crowther, inzwischen an der ETH Zürich, wo genau auf der Welt all diese Bäume gepflanzt werden können und welchen enormen Beitrag sie im Kampf gegen die Klimakrise leisten können.

Ein Viertel des menschgemachten CO2 weltweit würde in all diesen Bäumen dauerhaft gebunden.

Wer hat den grössten Wald? - eine App zum Bäume pflanzen

Um dieses Ziel umsetzen zu können, entwickelten die Kinder eine App. Basis dafür war der Weltbaumzähler, der aus dem ersten großen Pflanzprojekt von Wangari Maathai hervorgegangen und 2011 von der UNEP an die Kinder- und Jugendinitiative übergeben worden war.

Bäume zu zählen, das war den Kindern klar, bringt wenig. Man muss die Menschen vor allem dazu bewegen, Bäume zu pflanzen. Von 2017 bis 2019 entwickelten sie die App, die genau das ermöglicht. Als Open Source Plattform steht sie weltweit allen Pflanzprojekten offen, die nun über eine einfache Navigation Spenden sammeln können. Und da die App von Jugendlichen erdacht wurde, macht Bäumepflanzen und Klimaschützen hier auch Spass. Nutzer können ihren personalisierten Wald einrichten und um die Wette pflanzen: Wer hat den grössten Wald?

Wir pflanzen Bäume für eine bessere Welt.

Auch PIRMIN JUNG engagiert sich

Als Stifter der Plant-for-the-Planet Stiftung Schweiz organisieren Marianne und Pirmin Jung die vielfältigen Aktivitäten in der Schweiz ehrenamtlich. Wir organisieren Vorträge von Kindern und Jugendlichen für Erwachsene, planen Kinderaktivitäten und bewirtschaften die Zuwendungen von Privaten und Unternehmen. Sehr gerne stehen wir Institutionen und Unternehmen zur Verfügung, um zusammen mit ihnen Aktivitäten im Rahmen von Plant-for-the-Planet mit dem Ziel der Abwendung der Klimakrise oder zur eigenen CO2-Befreiung mit Baumpflanzungen zu entwickeln.

Seit 2018 spenden wir 0.25% des verrechneten Honorars für das Pflanzen von Bäumen in einem Entwicklungsland. Wir sind überzeugt, damit einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für unsere Kinder zu leisten: Jeder Baum wird im Laufe seines Wachstums rund 0.2 Tonnen CO2 aus der Luft absorbieren. Die Pflege und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder schaffen zudem Arbeitsplätze und tragen zu fruchtbareren Böden bei.

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