Ab sofort wird hier in modernster Lernumgebung gelehrt und gelernt.
Das Paul-Klee-Gymnasium blickt auf eine spannende Vergangenheit zurück und schafft mit dem neuen Schulcampus optimale Lernbedingungen für die Zukunft.
In die Jahre gekommen
Zu Beginn des 1971 gegründeten Paul-Klee-Gymnasiums mussten die Klassen seinerzeit provisorisch in anderen Gebäuden untergebracht werden. Mitte der 70er Jahre konnten dann die bisherigen Schulgebäude in der Schubertstraße bezogen werden. Die alten Bestandsgebäude boten aber schon seit längerem nicht mehr genügend Raum für Alle, so dass ein Großteil der Klassen in Containern unterrichtet werden mussten.
Weiter entsprachen die Räumlichkeiten auch nicht mehr den aktuellen Vorstellungen einer modernen Schullandschaft.
Ein Neubau war in diesem Fall einfach sinnvoller
Nach Abwägen der Vor- und Nachteile, ob eine Sanierung der Bestandsgebäude sinnvoll ist, fiel vor knapp fünf Jahren die Entscheidung für den Neubau der Schule. Ein Grundstückstausch mit der Stadt Gersthofen ermöglichte dann dem Landkreis Augsburg den Neubau in unmittelbarer Nähe auf dem ehemaligen Festplatz der Stadt zu errichten. Das neue, dreigeschossige Schulgebäude mit umlaufenden Fluchtbalkonen ersetzt nun das bisherige Paul-Klee-Gymnasium. Entstanden ist ein moderner Schulcampus aus drei zusammenhängenden Kuben, einer halb abgesenkten Dreifachsporthalle und einer Mensa mit Vollküche.
Optimale Rahmenbedingungen für effektives Lernen
Das fünfzügige Paul-Klee-Gymnasium bietet als internationale Nachhaltigkeitsschule sowohl einen naturwissenschaftlich-technologischen, sprachlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Zweig. Zudem kooperiert es auch als sogenannte Fußball-Eliteschule mit dem FC Augsburg.
In allen Gebäuden wurden optimale Rahmenbedingungen für konzentriertes und effektives Lernen geschaffen. Die modernen Klassenräume zeichnen sich durch gute Belichtung, gute Akustik und moderne Medienausstattung aus. Neben den akustisch wirkenden Holzdecken tragen die mit einer Akustiklochung versehenen Verkleidungen an Teilen der Wände zusätzlich zu einer guten Akustik in den Räumen bei. Die tageslichtgesteuerten Großlamellen an den Fluchtbalkonen sorgen bei sommerlichen Temperaturen für Verschattung und dafür, dass es nicht zu heiß wird.
Neben der Umsetzung neuer pädagogischer Konzepte wurde großer Wert auf die Nachhaltigkeit gesetzt.
Holz-Hybridbau für ressourcenschonendes Bauen
Bereits früh in der Planungsphase fiel die Entscheidung in Holz-Hybridbauweise zu bauen. Dabei vereinen sich die Baumaterialien mit ihren jeweiligen Stärken. Die Tiefgarage, das Untergeschoss und Teile des Erdgeschosses sind in Stahlbetonbauweise realisiert. Holz als nachhaltiger Baustoff und tragendes Element wurde für die Obergeschosse verwendet. Die Außenwände sind in Holztafelbau, das Dach in Brettsperrholz und die Decken in Holz-Beton-Verbundbauweise entstanden.
Im Innenbereich sichtbare Holzstützen und Holzträger, sowie in die vorelementierten Holzaußenwände integrierte Stützen und Träger bilden als Skelettbau die Tragstruktur unterhalb der Holz-Beton-Verbunddecken und Vollholzdächer mit Spannweiten von bis zu 8,20 Metern und bestimmen den dreigliedrigen Schulneubau. In der halb abgesenkten Dreifachsporthalle wurde ein auf dünnen Stahlstützen «schwebendes» Dachtragwerk aus Vollholz-Bindern und Holzrandträgern über eine Gebäudebreite von 40 Metern mit einer maximalen Spannweite der Binder von bis zu 30 Metern realisiert.
Ein energetisches Konzept für die Nachhaltigkeit
Die Wärmeversorgung der Gebäude erfolgt über eine Grundwasserwärmepumpe mit einer Abdeckung der Spitzenlast über einen Gaskessel. Lediglich die Aula und einige innen liegende Sanitärbereiche werden mittels einer zentralen Lüftungsanlage versorgt, während die Klassenzimmer und der Verwaltungsbereich mit einer in der Fassade integrierten Einzellüftungsanlage ausgestattet sind.
Mit diesem Wärmeversorgungskonzept, dem hohen Dämmstandard der Gebäudehülle und der auf den südlichen Dachflächen installierten Photovoltaikanlage kann der gemäß GEG geforderte Neubau-Niedrigenergie-Standard unterschritten werden. Dies führt zu einer großen Menge an CO2-Einsparung pro Jahr. Zudem ist das Dach der Dreifachsporthalle als Gründach angelegt.
Mit Holz in Richtung Zukunft
Der Neubau des Paul-Klee-Gymnasiums ist mit knapp 76,5 Millionen Euro Baukosten das größte Bauprojekt des Landkreises Augsburg. Dass dieses in ressourcenschonender Holz-Hybridbauweise realisiert wurde, empfinden wir als wichtigen und richtigen Fingerzeig in die Zukunft des Bauens.
Kommen Sie mit uns auf eine kleine Zeitreise mit den Bildern der Baustellenkamera
(Quelle: Landkreis Augsburg)
Paul Klee Gymnasium Gersthofen 720p30
Paul Klee Gymnasium Sporthalle 1
Spannende Zahlen und Fakten
Bauherrin Landkreis Augsburg
Architekturbüro BKS & Partner Bauer Reichert Seitz mbB, München
Holzbau (Schule) ZÜBLIN Timber GmbH, Aichach
(Sporthalle) Grossmann Bau GmbH & Co. KG, Rosenheim
Tragwerksplanung Holzbau PIRMIN JUNG, Deutschland GmbH Remagen
Tragwerksplanung Massivbau Sailer Stepan Tragwerkteam München GmbH, München
Planungs- und Bauzeit 2019 – 2024
Baukosten 76,5 Mio. Euro
Brutto-Grundfläche 23'908.00 m²
Fotografie Lukas Pokorny, Regensburg
Bilder Webcam Landkreis Augsburg




























