Der Ersatzneubau auf dem Chäserrugg vereint das neu gebaute Gipfelrestaurant und die bestehende Bergstation der Luftseilbahn in einem Gebäude. Die flexibel nutzbaren Räumlichkeiten bestehen aus bedienter Gaststube, Seminarraum und einer gegen Süden orientierten Terrasse. Das Holztragwerk steht auf einem betonierten Sockel. Die exponierte Lage auf 2262m über Meer hat hohe Wind- und Schneelasten zur Folge. Das Satteldach überspannt sämtliche Gebäudeteile und ist als Pfettendach konstruiert. Die weit auskragenden Vordachbereiche sind mit Streben abgefangen. Die Horizontalkräfte aus Wind werden über Fachwerke in den Sockel eingeleitet. Der Transport sämtlicher vorgefertigter Holzbauteile erfolgte mit der Luftseilbahn.
Generelle Info
Der Ersatzneubau auf dem Chäserrugg vereint das neu gebaute Gipfelrestaurant und die bestehende Bergstation der Luftseilbahn in einem Gebäude und wurde als reiner Holzbau realisiert. Ein grosses Dach überspannt die beiden Baukörper und schafft eine Ankunftshalle im Freien. Die flexibel nutzbaren Räumlichkeiten bestehen aus einer bedienten Gaststube, einem Seminarraum und einer gegen Süden orientierten Terrasse.
Tragwerksplanung
Der reine Holzbau aus unbehandelter Fichte steht auf einem betonierten Sockel. Die exponierte Lage auf 2'262 Metern über Meer hat hohe Wind- und Schneelasten zur Folge. Das asymmetrische Satteldach überspannt sämtliche Gebäudeteile und ist als Pfettendach konstruiert, mit Firstpfette, Mittel- und Fusspfetten. Diese sind als Mehrfeldträger ausgeführt, liegen auf Holzstützen auf und tragen die vertikalen Lasten in den Betonsockel ab. Die weit auskragenden Vordachbereiche werden über schrägstehende Streben abgefangen. Auf den neun engmaschig angeordneten Pfetten liegen wiederum die Sparren, die als geneigte Mehrfeldträger mit einseitiger Auskragung über der Terrasse funktionieren. Die horizontale Gebäudeaussteifung erfolgt über die Dachfläche, die als ausgesteifte Scheibe ausgebildet ist. Die horizontalen Lasten werden über die Stahlbetonwände und beplankte Holzständerwände in Längsrichtung von der Dachscheibe hinunter zum Betonsockel abgeleitet. Der Transport sämtlicher vorgefertigter Holzbauteile erfolgte mit der Luftseilbahn.
Bauphysik und Nachhaltigkeit
Das Projekt haben wir hinsichtlich Schallschutz und Raumakustik begleitet. Betreffend Raumakustik wurde eine raumakustische Simulation mittels Nachhallzeitmessungen in situ kalibriert.
Innovation
Der Holzbau wurde zu einem grossen Teil mit regionalem Holz realisiert und geniesst aufgrund seiner Lage sowie aus architektonischer Sicht weltweite Ausstrahlung.
Projektinformationen
- Standort
- 9657 Unterwasser
- Fertigstellung
- 2015
- Bauherrschaft
- Toggenburg Bergbahnen AG 9657 Unterwasser
- Architektur
- Herzog & de Meuron 4056 Basel
- Holzbau
- ARGE Blumer-Lehmann AG 9200 Gossau
- Fotografie
- Corinne Cuendet, Unterwasser
- Bauart
- Bergstation, Gastronomiebetrieb, Sport und Kultur
- Geschosse
- 3
- Bauzeit
- April 2014 – Juni 2015
- Gebäudegrundfläche
- 1’360 m²
- Geschossfläche
- 2’500 m²
- Gebäudevolumen
- 5’720 m³
- Verbautes Holz
- 700 mÂł, davon 500 mÂł Konstruktionsholz
- Grösste Spannweite
- Decke: 7,5 m Dach: 21 m
- Kosten Holzbau
- 4 Mio. CHF
- Erstellungskosten
- 13 Mio. CHF
Unsere Dienstleistungen
Auszeichnungen
- 2018
- Prix Lignum Gold National
















