Die Überbauung umfasst vier sich ähnelnde Gebäude mit insgesamt 51 Wohnungen, einem gemeinsam genutzten Untergeschoss sowie fünf Geschossen über Terrain. Das Untergeschoss, die Treppenhauskerne sowie die Decke über dem Untergeschoss sind in Massivbauweise erstellt, das restliche Gebäudevolumen wurde in Holzbauweise errichtet. Die Häuser sind mit Holzrahmenbauwänden und Holz-Beton-Verbunddecken gebaut, das Flachdach besteht aus Massivholz mit einer Überdämmung. Insgesamt wurden 1700 m³ Konstruktionsholz verbaut. Die ansprechende Holzfassade wurde mit Schlammfarbe (Falu Vapen) behandelt. Die Gebäudehülle verfügt über eine sehr gute Wärmedämmung, die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Pelletsanlage sowie über eine grosse Photovoltaikanlage. Die Gebäude sind Minergie-P zertifiziert und nach dem Gebäudestandard 2019.1 erbaut. Mit dem Einsatz von Holz konnten der Energiebedarf in der Erstellung optimiert und die entsprechenden Anforderungen erfüllt werden. Das schlüssige Brandschutzkonzept beinhaltet unter anderem eine Sprinkleranlage im Parking.
Generelle Info
Die Überbauung umfasst vier sich ähnelnde Gebäude mit insgesamt 51 Wohnungen, einem gemeinsam genutzten Untergeschoss sowie fünf Geschossen über Terrain. Das Untergeschoss, die Treppenhauskerne sowie die Decke über dem Untergeschoss sind in Massivbauweise erstellt, das restliche Gebäudevolumen wurde in Holzbauweise errichtet.
Tragwerksplanung
Auf dem Untergeschoss aus Beton sind jeweils mittig innerhalb der einzelnen Gebäude die Stahl-Beton-Kerne errichtet, über welche die Aussteifung erfolgt. Im Innern wurde eine Mischung aus Skelettbau und tragenden Wänden gewählt. Die Lasten werden über deckenintegrierte Stahlunterzüge, welche auf Stahl-Beton-Verbundstützen aufliegen, abgetragen. Die Aussenwände wie auch die tragenden Wohnungstrennwände sind als Holzrahmenbauwände ausgeführt, wobei die Aussenwände ohne Vorsatzschalen realisiert sind. Im Innern gestalten verputzte Gipsfaserplatten die Wandoberflächen. Die Decken sind in Holz-Beton-Verbund ausgeführt. Da die Decken abgehängt sind, ist der Holzbau im Innern nicht sichtbar. Das Flachdach besteht aus Massivholz mit einer Überdämmung. Die Aussenhülle wurde in Form einer Holzfassade errichtet, welche mit Schlammfarbe (Falu Vapen) behandelt wurde. Nebst der ansprechenden Farbgestaltung hat die Fassade damit auch einen Witterungsschutz erhalten. Speziell am Projekt sind zudem die Loggias, welche mit einem Holzbodenrost ausgeführt wurden.
Brandschutz
In diesem Projekt wurde das bauliche Standardkonzept nach Brandschutzvorschriften BSV 2015 verfolgt. Wichtig war die Einbindung der Neubauten in den übrigen Quartierplan sowie die Verbindung des Untergeschosses über verschiedene Baufelder. Die Erschliessung im Erdgeschoss erfolgt über das Nachbargrundstück. Der technische Brandschutz wird durch eine Sprinkleranlage in der Einstellhalle sowie durch einen kleinen Anteil an brandschutzfallgesteuerten Elementen wie Brandschutztoren und Lüftungsanlagen gewährleistet.
Bauphysik und Nachhaltigkeit
Die Auflage der Stadt Sursee war es, die Gebäude nach dem Gebäudestandard 2019.1 zu erstellen. Bereits im Vorfeld wurde evaluiert, wie die Kriterien projektbezogen am besten erfüllt und die Treibhausgasemissionen optimiert werden können. Mit dem Einsatz von Holz wurde der Energiebedarf bereits bei der Erstellung reduziert. Das Projekt wurde nach Minergie-P geplant und zertifiziert. Daher verfügt das Gebäude über eine gut gedämmte Gebäudehülle, wodurch der Energieverbrauch im Betrieb reduziert wird. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Pelletsanlage sowie über eine grosse Photovoltaikanlage. Darüber hinaus wurden einzelne Kriterien aus Minergie-ECO umgesetzt. Im Projekt übernahmen wir die Planung bezüglich Lärm- und Schallschutz sowie der Raumakustik ebenso wie jene für den Wärme- und Feuchteschutz. Wir begleiteten auch den Schallschutz auf der Baustelle. Um die geplante Qualität bezüglich Schallschutz umsetzen zu können, wurden die ausführenden Unternehmen sowie die Bauleitung auf der Baustelle eng begleitet. Zur Verifizierung wurden nach Bauvollendung Schallschutzmessungen durchgeführt, welche zeigten, dass die erhöhten Schallschutzanforderungen zwischen den Wohnungen eingehalten werden konnten.
Innovation
Die Überbauung Beckenhof steht symbolisch für ein Mehrfamilienhaus in heutiger Standardbauweise, das die aktuell geltenden hohen Anforderungen, nicht zuletzt auch an die Energie, erfüllt. Optimal kombiniert wurden gute Architektur und wirtschaftlicher Holzbau.
Projektinformationen
- Standort
- 6210 Sursee
- Fertigstellung
- 2025
- Bauherrschaft
- Maréchaux Elektro AG 6003 Luzern
- Architektur
- Cerutti Partner Architekten AG 6210 Sursee
- Holzbau
- Hector Egger Holzbau AG 4900 Langethal
- Fotografie
- Aussenaufnahmen: Joe Kaeser Innenaufnahmen und Terrasse: Bruno Meier Sursee
- Bauart
- Wohnen
- Geschosse
- 5
- Bauzeit
- April 2022 – September 2024
- Montage Holzbau
- März 2023 – Mai 2024
- Gebäudegrundfläche
- Total: 4'799 m² UG: 2’773 m² (komplett) Haus A: 517 m² | B: 548 m² | C: 548 m² | D: 413 m²
- Geschossfläche
- 12'093 m²
- Verbautes Holz
- 1’700 m³ Konstruktionsholz
- Grösste Spannweite
- Decke: 6,3 m Dach: 7,3 m
- Kosten Holzbau
- 7 Mio. CHF
- Erstellungskosten
- 39,5 Mio. CHF
















