Im Gegensatz zu den Bauernhäuser in unseren Landschaften sind Holzbauten in Städten und Dörfern oft farbig bemalt.
Das Haus des Holzes übernimmt diese Tradition. Es ist aussen farbig und schmuckvoll. Aber im Innern offenbart es mit einem fundamentalen Kontrast sein eigentliches Wesen mit unbehandelter Fichte, Weisstanne und Esche.
Der Hauptkörper ist meist in der Farbe eines bei uns natürlich vorkommenden Pigment Kalk, Terrakotta, Umbra oder Schwarz gestrichen.
Konstruktive und zierende Elemente sind seit dem Barock oft mit bunten, künstlich hergestellten Pigmenten bemalt.
Das Haus des Holzes übernimmt das Pigment aus seinem kiesigen Untergrund. Umbra grünlich.
Der Baukörper "wächst" quasi aus dem Boden. Die Holzlamellen kontrastieren dazu im 1704 entdeckten, leuchtenden Parisblau.
Der Dialog von nur zwei Farben (und deren Mischung) verleiht dem Haus des Holzes eine urbane, selbstbewusste und stille Eleganz. Damit dieser Habitus seine volle Wirkung entfalten kann, dürfen weitere Materialien nur unmerklich von den beiden Farben abweichen.
Das Haus des Holzes beweist mit diesem Ansatz, dass Holzbauten problemlos neben den Steinbauten einer Stadt bestehen können und diese überzeugend ergänzen.











