Die neu errichteten GebĂ€ude in den Bergen sind in der Regel Tourismusbauten: BergunterkĂŒnfte, Bergrestaurants oder Seilbahnstationen. Sie dienen den Menschen beim Auskosten ihrer Freizeit in einmaligen Landschaftskulissen. Immer hĂ€ufiger erkennen die Betreiber von Destinationen, dass hochstehende Holzarchitektur dieses GefĂŒhl von Freiheit und GlĂŒck zusĂ€tzlich unterstĂŒtzen kann â wenn die Architektur die Landschaftskulissen wie selbstverstĂ€ndlich und sinnlich ergĂ€nzt. Ein hervorragendes Beispiel dafĂŒr ist das GipfelgebĂ€ude auf dem ChĂ€serrugg von Herzog & De Meuron, welches ĂŒber die Landesgrenze fĂŒr das Bauen mit Holz wirbt. Dieses wurde ausserdem im Jahr 2018 mit dem Prix Lignum Gold ausgezeichnet.
Hochstehende Holzarchitektur kann das GefĂŒhl von Freiheit und GlĂŒck unterstĂŒtzen.
Als Holzbauingenieure gestalten wir solche Projekte ab der ersten Projektstudie tragend mit. Wo sich die Architekten zuerst um die Form und das EinfĂŒgen des Projektes im Ort kĂŒmmern, denken wir als Erstes an die ZugĂ€nglichkeit und die Montierbarkeit vor Ort. Je nachdem, wie der Bauplatz erreichbar ist â mit dem Lastwagen, dem Traktor, der Seilbahn oder dem Helikopter â und ob die Montage in den warmen oder in den kalten, stĂŒrmischen Jahreszeiten zu erfolgen hat, sind unterschiedliche Konstruktions- und Verbindungstechnologien angebracht. Die Konstruktion und das Montagekonzept beeinflussen die Architektur direkt. Bei Helikoptermontagen zum Beispiel mĂŒssen die Bauteile auf die Traglast der FluggerĂ€te und die Verbindungen auf ein schnelles Absetzen optimiert sein.
Sonne und Regen, Schnee und Sturm setzen den Konstruktionen anders als im Flachland zu.
Die Horizontalaussteifung muss stabiler sein, die Tragbalken höher und die Verbindungen stĂ€rker. Schnee und Regen kann in jede noch so kleine Ritze eindringen, wenn sie nicht dicht ausgebildet ist und das holzige Fassadenkleid verĂ€ndert seine OberflĂ€che aufgrund der Sonneneinstrahlung ganz anders. Alles Aspekte, die wir als Ingenieure und Planer fĂŒr Holzbau frĂŒhzeitig in unserer Planung berĂŒcksichtigen mĂŒssen. Aspekte, die nur dann funktionieren, wenn wir unsere Ideen in den Submissionsunterlagen sauber beschreiben, diese nach der Vergabe mit dem ausfĂŒhrenden Holzbauer abgleichen können, er sich der speziellen Bedingungen bewusst ist und seine Arbeiten so organisiert und ausfĂŒhrt, dass die geforderte QualitĂ€t stimmt und das Zeitmanagement eingehalten wird. FĂŒr uns ist klar, dass wir die AusfĂŒhrung vor Ort und die Abrechnung des Holzbauers ĂŒberprĂŒfen.
Wir sind "tragende Gestalter" und TreuhĂ€nder des Bauherrn â auch in den Bergen.
























